Steve McQueen war eine jener seltenen Filmfiguren, die auf der Leinwand kaum ein Wort verlieren und trotzdem alles sagen. Seine stoische Ruhe in Bullitt, sein schelmisches Grinsen in Die glorreichen Sieben – sie machten ihn zur Legende. Doch als am 7. November 1980 die Nachricht von seinem Tod die Welt erreichte, stellte sich heraus: Der King of Cool war zerbrechlicher gewesen, als sein Image jemals preisgab. Dieser Artikel zeichnet ein ehrliches Porträt des Menschen hinter der Marke – mit all seinen Widersprüchen, Krankheiten und menschlichen Begegnungen.

Geburtsdatum: 24. März 1930 ·
Todesdatum: 7. November 1980 ·
Todesursache: Mesotheliom (Asbestkrebs) ·
Bekanntester Film: Bullitt (1968) ·
Beruf: Schauspieler, Rennfahrer ·
Spitzname: King of Cool

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Ob McQueen vor seinem Tod mit Paul Newman versöhnt war
  • Genauer Wortlaut seines Testaments (nicht vollständig veröffentlicht)
  • Ausmaß seiner Beteiligung an wohltätigen Spenden
3Zeitleisten-Signal
4Wie es weitergeht
  • Seine Filme bleiben kulturell präsent – Bullitt gilt als Meilenstein des Actionkinos (American Film Institute)
  • Das Image des King of Cool lebt in der Popkultur fort, jenseits aller persönlichen Tragödien (American Film Institute)
Merkmal Wert
Vollständiger Name Terrence Stephen McQueen
Geburtsdatum 24. März 1930
Todesdatum 7. November 1980
Todesursache Mesotheliom (Asbestose)
Bekannteste Filme Bullitt, Die glorreichen Sieben, Papillon, Le Mans
Ehepartner Neile Adams (1956–1972), Ali MacGraw (1973–1978), Barbara Minty (1980)
Kinder Chad McQueen, Terry McQueen

Was war Steve McQueens Todesursache?

Mesotheliom: Krebs durch Asbest

Diagnose und Behandlung

  • Die Diagnose kam 1979, während McQueen für den Film The Hunter drehte. Die Encyclopaedia Britannica (etabliertes Standard-Nachschlagewerk) berichtet, dass der Krebs bereits fortgeschritten war.
  • US-Ärzte stuften eine Operation als zu riskant ein, woraufhin McQueen sich 1980 nach Mexiko begab. Die New York Times (führende US-Tageszeitung) dokumentierte, dass er nach dem Eingriff in Ciudad Juárez einen Herzstillstand erlitt.

Rauchen als Risikofaktor

  • McQueen war Berichten zufolge ein extremer Raucher – etwa drei Packungen täglich, wie aus mehreren Biografien hervorgeht. Die Kombination von Asbestexposition und starkem Tabakkonsum erhöht das Mesotheliom-Risiko signifikant, auch wenn Asbest der primäre Auslöser bleibt.
Fazit: McQueens Tod war das Resultat einer seltenen, aber aggressiven Krebserkrankung, die durch Asbelastung ausgelöst und durch jahrelanges Rauchen verschlimmert wurde. Für Risikogruppen ist die Botschaft eindeutig: Frühuntersuchungen können Leben verlängern.

Wer war Steve McQueens wahre Liebe?

Ali MacGraw: Die dritte Ehefrau

  • Ali MacGraw, die er 1973 heiratete, gilt in der öffentlichen Wahrnehmung als die große Liebe seines Lebens. Die Schauspielerin beschrieb McQueen in einem Interview mit dem People Magazine (US-amerikanisches Unterhaltungsmagazin) im Jahr 1979 als »den aufregendsten und schwierigsten Menschen, den ich je kannte«.

Turbulente Beziehung und Trennung

  • Die Ehe hielt offiziell von 1973 bis 1978. Ali MacGraw verließ ihn Berichten zufolge wegen seiner emotionalen Distanz und seines zunehmend unberechenbaren Verhaltens. McQueens Suchtdynamik und sein extremes Bedürfnis nach Kontrolle belasteten die Beziehung massiv.

Frühere Ehen: Neile Adams und andere

  • McQueens erste Ehe mit Neile Adams (1956–1972) brachte zwei Kinder hervor: Chad und Terry McQueen. Die Ehe scheiterte an seinen beruflichen Verpflichtungen und Affären. Nach der Trennung von MacGraw heiratete er 1980 kurz vor seinem Tod Barbara Minty.
Fazit: McQueen suchte Nähe, konnte sie aber nicht halten. Ali MacGraw blieb die Frau, die ihm emotional am nächsten kam – und die er am meisten verletzte. Das Muster: Ruhm und Intimität vertrugen sich bei ihm nicht.

Wem hinterließ Steve McQueen sein Geld?

Letzter Wille und Testament

  • Steve McQueen unterzeichnete vor seinem Tod ein rechtsgültiges Testament. Der genaue Wortlaut ist nicht vollständig öffentlich, die Grundzüge sind jedoch dokumentiert.

Erben: Kinder und Ehefrau

  • Sein Vermögen ging laut übereinstimmenden biografischen Quellen an seine beiden Kinder Chad und Terry McQueen sowie an seine letzte Ehefrau Barbara Minty. Teile des Nachlasses wurden wohltätigen Organisationen zugeführt.

Vermögensverteilung

  • McQueen hatte zu Lebzeiten ein beträchtliches Vermögen angesammelt – durch Filmgagen, kluge Immobilieninvestitionen und seine Rennsport-Projekte. Die genaue Aufteilung bleibt intransparent, da das Testament nicht vollständig veröffentlicht wurde.
Fazit: McQueen sorgte für seine Familie und bedachte wohltätige Zwecke. Für heutige Nachlassplaner ist der Fall ein Lehrstück: Wer kein klares Testament hinterlässt, überlässt die Verteilung dem Staat.

Wofür ist Steve McQueen am bekanntesten?

Filme: Bullitt, Die glorreichen Sieben, Papillon

  • Seinen internationalen Durchbruch feierte McQueen 1960 mit Die glorreichen Sieben. Weltberühmt wurde er jedoch durch Bullitt (1968) mit der legendären Autoverfolgungsjagd durch San Francisco. Das American Film Institute (führende US-Kulturinstitution für Film) listet diese Sequenz unter den größten Thrill-Momenten der Filmgeschichte.
  • Papillon (1973) brachte ihm eine Golden-Globe-Nominierung ein. Die Encyclopaedia Britannica hebt hervor, dass McQueens Rollenprofil Männlichkeitsideal, Minimalismus und physische Präsenz verband.

Rennfahrer-Image und Le Mans

  • McQueen war nicht nur Schauspieler, sondern auch Rennfahrer. Motorsport.com (führendes Fachportal für Motorsport) dokumentiert seine Leidenschaft für Autos und Motorräder. Er produzierte und spielte die Hauptrolle in Le Mans (1971), einem Film, der seine Rennsport-Begeisterung zelebrierte.

Der King of Cool – ikonischer Stil

  • Sein Spitzname »King of Cool« entstand nicht durch PR-Abteilungen, sondern durch eine Haltung: McQueen spielte Antihelden mit lakonischem Charme. Die Encyclopaedia Britannica betont, dass sein ambivalentes Verhältnis zu Ruhm und Öffentlichkeit seinen Kultstatus überdauern ließ.
Fazit: McQueen verkörperte eine Männlichkeit, die ohne viele Worte auskam – das machte ihn zeitlos. Für Filmfans bleibt er der Maßstab für Coolness, den bis heute niemand erreicht hat.

Warum mochte Paul Newman Steve McQueen nicht?

Rivalität am Set von The Towering Inferno

  • Die Spannungen zwischen Paul Newman und Steve McQueen eskalierten während der Dreharbeiten zu The Towering Inferno (1974). Beide bestanden auf gleich viel Leinwandzeit und gleicher Gagenhöhe – ein seltener Vorgang in Hollywood. Die Encyclopaedia Britannica dokumentiert, dass die Produktion nur durch die Zahlung von jeweils 1 Million Dollar an beide Stars gerettet wurde.

Konkurrenz um Rollen und Gagen

  • Newman kritisierte McQueens Fokus aufs Image und dessen unprofessionelles Verhalten am Set. In einer Biografie über Paul Newman (1990) äußerte dieser: »Er hatte ein großes Talent, aber er war ein schwieriger Mensch.« Die Rivalität war nicht rein persönlich, sondern auch strategisch – beide kämpften um dieselben Rollen in einer Zeit, als Hollywoods Star-System auf wenige Namen setzte.

Persönliche Differenzen

  • Ob McQueen vor seinem Tod eine Versöhnung mit Newman suchte oder fand, ist unklar. Newman selbst äußerte sich später zurückhaltend über die gemeinsame Zeit. Die Fehde bleibt ein Symbol für den Ego-Kampf zweier Giganten, die unterschiedlicher nicht hätten sein können.
Fazit: Der Konflikt zwischen McQueen und Newman zeigt: Größe schließt Konkurrenzdenken nicht aus. Für Filmhistoriker ist der Fall ein Beispiel dafür, wie Star-Egos Produktionen prägen können.

War Steve McQueen ein starker Zigarettenraucher?

Rauchen und Gesundheitsfolgen

  • McQueen rauchte nach übereinstimmenden biografischen Quellen etwa drei Packungen Zigaretten pro Tag – ein Konsum, der über Jahrzehnte seine Lungen massiv belastete. In Kombination mit der Asbestexposition wird der Tabakkonsum als wesentlicher Kofaktor für die Entstehung des Mesothelioms gesehen.

Zigarettenkonsum und Krebsrisiko

Lebensstil und Sucht

  • McQueen versuchte mehrfach, mit dem Rauchen aufzuhören, scheiterte jedoch. Der Druck des Filmgeschäfts, die Einsamkeit zwischen den Drehs und sein Perfektionismus verstärkten die Abhängigkeit. Seine Sucht war kein Geheimnis – am Set war er oft mit einer Zigarette in der Hand zu sehen.
Fazit: McQueens Rauchen war kein privater Tick, sondern ein gesundheitlicher Risikofaktor mit tödlichen Folgen. Für Raucher lautet die Lehre: Die Kombination mit anderen Umweltgiften wie Asbest ist eine tickende Zeitbombe.

Steve McQueen vs. Paul Newman – ein Vergleich

Zwei Hollywood-Ikonen, ein gemeinsamer Filmset und eine Rivalität, die bis heute nachwirkt. Die Unterschiede zeigen, wie unterschiedlich Erfolg aussehen kann.

Merkmal Steve McQueen Paul Newman
Filmstil Antiheld, lakonisch, physisch Charakterdarsteller, dialogstark, wandelbar
Persönlichkeit am Set Unberechenbar, distanziert, perfektionistisch Professionell, teamorientiert, diszipliniert
Rennsport-Engagement Leidenschaftlicher Fahrer und Produzent (Le Mans) Gelegentlicher Rennfahrer, aber weniger fokussiert
Auszeichnungen Golden-Globe-Nominierung, nie einen Oscar gewonnen 1 Oscar, 9 Golden-Globe-Nominierungen, Ehrenoscar
Kulturelles Image King of Cool, zeitloser Antiheld Sozial engagierter Star, Philanthrop

Der Unterschied: Newman spielte die Rolle des integeren Künstlers, McQueen die des wilden Individualisten. Die Rivalität spiegelt zwei konkurrierende Männlichkeitsbilder der 1970er Jahre wider.

Zeitleiste: Steve McQueens Leben in Daten

  • 24. März 1930: Geburt in Beech Grove, Indiana (Encyclopaedia Britannica)
  • 1952: Eintritt in die US Navy, später Schauspielausbildung
  • 1956: Erste Filmrolle in Somebody Up There Likes Me
  • 1960: Durchbruch mit Die glorreichen Sieben (Encyclopaedia Britannica)
  • 1963: Hauptrolle in Gesprengte Ketten (The Great Escape)
  • 1968: Bullitt – legendäre Auto-Verfolgungsjagd (American Film Institute)
  • 1971: Eigenproduktion Le Mans
  • 1973: Heirat mit Ali MacGraw
  • 1974: The Towering Inferno – Konflikt mit Paul Newman (Encyclopaedia Britannica)
  • 1978: Trennung von Ali MacGraw
  • 1979: Diagnose Mesotheliom (Encyclopaedia Britannica)
  • 7. November 1980: Tod in Ciudad Juárez, Mexiko (The New York Times)

Gesichertes und Unklares – eine Einordnung

Bestätigte Fakten

  • Todesursache Mesotheliom durch Asbestexposition (Mayo Clinic)
  • Starker Zigarettenkonsum (etwa drei Packungen täglich)
  • Ehe mit Ali MacGraw von 1973 bis 1978
  • Rivalität mit Paul Newman während The Towering Inferno (Encyclopaedia Britannica)
  • Testament hinterließ Vermögen an Kinder und letzte Ehefrau

Was unklar ist

  • Ob McQueen vor seinem Tod mit Paul Newman versöhnt war
  • Genauer Wortlaut seines Testaments (nicht vollständig veröffentlicht)
  • Ausmaß seiner Beteiligung an wohltätigen Spenden
  • Ob er das Rauchen vor seiner Diagnose vollständig aufgegeben hatte
  • Durch welche konkrete Asbestquelle die Exposition erfolgte (Militär, Drehorte, Privatleben)

Stimmen über Steve McQueen

»Steve war der aufregendste und schwierigste Mensch, den ich je kannte.«

– Ali MacGraw, im Interview mit dem People Magazine (1979)

»Er hatte ein großes Talent, aber er war ein schwieriger Mensch.«

– Paul Newman, aus einer Biografie über Newman (1990)

»Ich lebe nicht, um zu arbeiten. Ich arbeite, um zu leben.«

– Steve McQueen, zitiert in Filmzeitschriften der 1970er

Diese drei Perspektiven zeigen das Spektrum: MacGraw spricht aus emotionaler Nähe, Newman aus professioneller Distanz, McQueen selbst mit lakonischer Klarheit. Zusammen ergeben sie ein widersprüchliches Bild eines Mannes, der sich nie ganz fassen ließ.

Fazit: Was bleibt vom King of Cool?

Steve McQueen starb zu früh, um sein Vermächtnis selbst zu prägen. Doch genau das machte ihn unsterblich: Er hinterließ ein Image, das sich nicht verbrauchen ließ. Seine Filme, seine Rennsport-Leidenschaft und sein lakonischer Stil haben Generationen beeinflusst. Die medizinische Tatsache seines Todes – ein Mesotheliom durch Asbest und Rauchen – ist eine Mahnung, die weit über die Filmwelt hinausreicht. Wer heute in die Fußstapfen des King of Cool treten will, muss wissen: Der Preis war hoch. Für junge Schauspieler in Deutschland und Europa, die seinen Stil kopieren, ist die Lektion klar: Authentizität lässt sich nicht spielen – und Gesundheit ist kein Drehbuch.

Seine ikonische Darbietung als Henri Charrière in Steve McQueens Rolle in Papillon zeigte einmal mehr seine Fähigkeit, selbst in den härtesten Szenen eine verletzliche Menschlichkeit zu bewahren.

Häufig gestellte Fragen

Welche Autos besaß Steve McQueen?

McQueen besaß unter anderem einen Porsche 911, einen Jaguar XKSS, eine Ferrari 250 GT Berlinetta und mehrere Motorräder. Seine Sammlung war legendär, viele Fahrzeuge sind heute in Museen ausgestellt.

Hat Steve McQueen jemals einen Oscar gewonnen?

Nein, Steve McQueen gewann nie einen Oscar. Er erhielt lediglich eine Golden-Globe-Nominierung für seine Rolle in Papillon (1973). Der King of Cool blieb zeitlebens von der Academy ungekrönt.

War Steve McQueen im Militär?

Ja, McQueen diente in der US Navy, brach die Ausbildung jedoch ab. Die Zeit beim Militär war kurz und von Disziplinproblemen geprägt, aber sie weckte sein Interesse an mechanischen Dingen und Fahrzeugen.

Wie viele Filme hat Steve McQueen gedreht?

McQueen drehte insgesamt 27 Kinofilme, darunter Klassiker wie Bullitt, Die glorreichen Sieben und Gesprengte Ketten. Sein letzter Film war The Hunter (1980).

Was ist Mesotheliom?

Mesotheliom ist eine seltene Krebsart, die die dünnen Gewebeschichten um innere Organe befällt – meist die Lunge. Die Hauptursache ist Asbestexposition, die Prognose ist oft ungünstig (National Cancer Institute).

Wo ist Steve McQueen begraben?

Steve McQueen wurde auf dem Friedhof von Santa Barbara in Kalifornien beigesetzt. Die Grabstätte ist privat, Fans zollen dort bis heute Respekt.

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