
Mittwoch Schreibweise: Regeln, Herkunft und häufige Fehler
Kaum ein Wochentag wird so oft falsch geschrieben wie der Mittwoch. Dabei folgt seine Schreibweise einer klaren Regel: ein „t“, nicht zwei – und wer die Herkunft versteht, macht weniger Fehler.
Tag der Woche: Dritter Tag (ISO 8601) ·
Etymologie: Althochdeutsch „mittiwëcha“ ·
Großschreibung: Als Nomen „der Mittwoch“ ·
Kleinschreibung: Adverbial „mittwochs“ ·
Englische Übersetzung: Wednesday
Kurzüberblick
- Schreibweise: Mittwoch mit einem „t“ (Duden (maßgebliches deutsches Wörterbuch))
- Adverb mittwochs wird kleingeschrieben (BachelorPrint (Sprachratgeber))
- Herkunft: althochdeutsch „mittiwëcha“ (Wikipedia (freie Enzyklopädie))
- Genaue Datierung der Verdrängung von Wodanstag ist nicht exakt bekannt
- In manchen Dialekten variiert die Aussprache
- Name seit dem 10. Jahrhundert belegt (Wikipedia (freie Enzyklopädie))
- Kirchenlateinische Lehnübersetzung „media hebdomas“ (Wikipedia (freie Enzyklopädie))
- Fokus auf korrekte Rechtschreibung in digitalen Texten nimmt zu
- Tools wie Grammar Check helfen bei der Unterscheidung
Sechs Fakten auf einen Blick – von Schreibweise über Herkunft bis zur englischen Entsprechung. Eine kompakte Referenz für alle, die den Mittwoch sicher schreiben wollen.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Wochentag | Dritter Tag (ISO 8601) |
| Etymologie | Althochdeutsch „mittiwëcha“ |
| Schreibweise | Groß: Mittwoch, klein: mittwochs |
| Anzahl „t“ | Eins |
| Englisch | Wednesday |
| Historisch | Wodanstag |
Die Tabelle fasst die Kernfakten zusammen – eine schnelle Referenz für den Alltag.
Wie wird Mittwoch geschrieben?
Die Standardrechtschreibung ist eindeutig: Mittwoch mit einem „t“ – eine Ableitung von „Mitte“ und „Woche“. Der Duden (maßgebliches deutsches Wörterbuch) führt das Wort als maskulines Nomen und bestätigt die Schreibung mit einfachem „t“ (Duden – Rechtschreibung Mittwoch).
Groß- oder Kleinschreibung: Der Mittwoch vs. mittwochs
Als Nomen wird „der Mittwoch“ großgeschrieben – auch in Verbindung mit Präpositionen wie „am Mittwoch“. Der adverbiale Gebrauch „mittwochs“ hingegen ist immer klein, es sei denn, er steht am Satzanfang. Die Regel: Das angehängte „s“ macht aus dem Substantiv ein Adverb, und Adverbien werden generell kleingeschrieben (BachelorPrint – Richtlinie zur Groß- und Kleinschreibung).
Die Verwechslung von „am Mittwoch“ (groß) und „mittwochs“ (klein) ist der häufigste Stolperstein. Eine Ausnahme: die Genitivform „des Mittwochs“ bleibt groß, weil sie noch zum Nomen gehört.
Die Konsequenz: Wer einmal verinnerlicht, dass „mittwochs“ eine adverbiale Angabe ist, wird die Kleinschreibung nie wieder verwechseln.
Typische Rechtschreibfehler beim Wort Mittwoch
Der häufigste Fehler: zwei „t“ zu schreiben – also „Mitttwoch“. Das kommt vermutlich durch die Verwechslung mit Wörtern wie „hatt“ oder durch die Assoziation mit „Mitte“ (das doppelte „t“ in „Mitte“). Falsch ist auch die Schreibung „Mitwoch“ (ein „t“ zu wenig). Wer sich die Herkunft „Mitte + Woche“ merkt, vermeidet beide Fallstricke.
- Falsch: Mitttwoch, Mitwoch, Mietwoch
- Richtig: Mittwoch (ein „t“ in der Mitte, ein „t“ am Wortende)
„Mittwoch“ hat genau so viele „t“ wie das Wort „Mitte“ – eins in der Silbenmitte und eins am Ende. Die Gesamtzahl ist zwei, aber nie drei.
Wird Mittwoch mit zwei T geschrieben?
Nein, die Schreibung mit zwei „t“ (Mitttwoch) ist ein weitverbreiteter Fehler. Die korrekte Schreibweise verwendet nur ein „t“ im Wortstamm, da das Wort aus „Mitte“ (ein „t“) und „Woche“ (ein „t“) zusammengesetzt ist – beide Bestandteile behalten ihr einfaches „t“ bei.
Die Herkunft des einfachen „t“
Die Etymologie gibt Aufschluss: Althochdeutsch „mittiwëcha“ („Mitte der Woche“) enthält schon im ersten Bestandteil nur ein einfaches „t“. Das Doppel-„t“ in der neuhochdeutschen „Mitte“ täuscht – die Schreibung des Wochentags blieb beim ursprünglichen einfachen Konsonanten (Wikipedia – Etymologie Mittwoch).
Abgrenzung zu ähnlich klingenden Wörtern wie „hatt“
Wörter wie „hatte“ oder „Hütte“ haben nichts mit dem Wochentag zu tun. Die Verwechslung entsteht durch die Aussprache: In vielen Dialekten wird das „t“ weich oder verdoppelt gesprochen. Die Schriftsprache bleibt jedoch eindeutig.
Der Unterschied: „Mittwoch“ ist ein Kompositum aus zwei selbstständigen Wörtern – und jedes behält seine ursprüngliche Schreibung. „Hatte“ hingegen ist eine flektierte Form des Verbs „haben“ und folgt eigenen Regeln.
Warum heißt der Mittwoch Mittwoch?
Der Name beschreibt buchstäblich die Mitte der Woche. Die Bezeichnung ist eine Lehnübersetzung aus dem kirchenlateinischen „media hebdomas“ (halbe Woche), die im Zuge der Christianisierung den heidnischen Namen Wodanstag verdrängte.
Etymologische Herkunft aus dem Althochdeutschen
Althochdeutsch „mittiwëcha“ setzt sich aus „mitti“ (Mitte) und „wëcha“ (Woche) zusammen. Diese Form ist seit dem 10. Jahrhundert schriftlich belegt und zeigt die Absicht der christlichen Missionare, religiöse Bezüge zu vermeiden (Wikipedia – Herkunft Mittwoch).
Der Mittwoch als Mitte der Woche
Nach ISO 8601 beginnt die Woche am Montag, sodass der Mittwoch tatsächlich der dritte und damit mittlere Tag ist. In jüdischer, christlicher und islamischer Zählung, die den Sonntag als ersten Tag sehen, ist er der vierte Tag. Die Bezeichnung „Mitte der Woche“ passt also aus beiden Perspektiven – je nach Zählung ist die Mitte entweder exakt oder eine halbe Position verschoben.
Der sprachliche Befund: Die semantische Klarheit des deutschen Namens ist ein Sonderfall – während viele europäische Sprachen (Englisch „Wednesday“, Französisch „mercredi“) auf römische oder germanische Gottheiten verweisen, setzt das Deutsche auf eine rein kalendarische Beschreibung.
Wie hieß Mittwoch früher?
Vor der Christianisierung trug der Tag im Althochdeutschen den Namen „Wodanstag“ – benannt nach dem germanischen Hauptgott Wodan (auch Odin genannt). Diese Benennung ist im Englischen unter „Wednesday“ (Woden’s day) bis heute lebendig.
Der Wodanstag in der germanischen Tradition
Wodan war der Gott der Weisheit, der Dichtkunst und des Krieges. Ihm den dritten Wochentag zu widmen, war in der germanischen Welt üblich. Die römische Entsprechung „Dies Mercurii“ (Tag des Merkur) zeigt die interpretatio romana: Merkur wurde mit Wodan gleichgesetzt (Wikipedia – historische Namensgebung).
Einflüsse des lateinischen Dies Mercurii
Das lateinische „Dies Mercurii“ überlebte in den romanischen Sprachen: Italienisch „mercoledì“, Spanisch „miércoles“, Französisch „mercredi“. Im Deutschen setzte sich dagegen die christlich geprägte, neutralere Bezeichnung durch – ein bewusster Bruch mit der vorchristlichen Tradition.
Der sprachliche Gewinn: Während sich die Nachbarsprachen an antike Gottheiten klammern, schafft das Deutsche mit „Mittwoch“ eine absolute, kalendarische Klarheit – ein Glücksfall für Deutschlernende, die sich keine mythologischen Ableitungen merken müssen.
Wann schreibt man „Mittwoch“ und wann „mittwochs“?
Die Unterscheidung folgt der grammatischen Funktion: Ist der Wochentag ein Nomen (Subjekt oder Objekt), wird er großgeschrieben. Beschreibt er eine regelmäßige Wiederholung, steht er als Adverb und wird klein geschrieben.
Der Mittwoch als Nomen – immer groß
„Am Mittwoch treffe ich mich mit Freunden.“ – Hier ist Mittwoch das Objekt der Präposition „am“. Auch der Genitiv „des Mittwochs“ wird groß geschrieben, ebenso der Nominativ „der Mittwoch“. Der Duden (maßgebliches deutsches Wörterbuch) führt das Wort konsequent als Nomen mit Großschreibung (Duden – Grammatik Mittwoch).
Das Adverb mittwochs – kleingeschrieben und ohne Artikel
„Mittwochs gehe ich schwimmen.“ – Die Form ohne Artikel und mit der Endung „-s“ signalisiert die Adverbialbestimmung. Sie ist immer klein, außer am Satzanfang. Der Sprachratgeber BachelorPrint betont diese Regel in seinen Leitfäden zur deutschen Rechtschreibung (BachelorPrint mit Bezug auf Scribbr-Regeln).
- Beispiel Nomen: „Der Mittwoch ist mein Lieblingstag.“ (groß)
- Beispiel Adverb: „Mittwochs habe ich immer Zeit.“ (klein – außer am Satzanfang: „Mittwochs habe ich …“ → groß, weil erstes Wort)
Die Regel auf den Punkt: Steht ein Artikel oder eine Präposition davor → groß. Fehlt beides und die Bedeutung ist „jeden Mittwoch“ → klein. Ausnahme: Genitiv bleibt groß.
In 3 Schritten zur richtigen Schreibweise
- Prüfen Sie die Wortart: Ist der Wochentag ein Nomen (mit Artikel oder Präposition) → groß. Ist er ein Adverb (ohne Artikel, mit -s-Endung) → klein.
- Zählen Sie die „t“: Mittwoch hat genau zwei „t“ im gesamten Wort, aber nie drei. Merken Sie sich: „Mitte“ + „Woche“ = Mittwoch.
- Testen Sie die Ersatzprobe: Können Sie „jeden Mittwoch“ durch „mittwochs“ ersetzen? Dann ist die Kleinschreibung richtig. Geht das nicht, handelt es sich um das Nomen.
Diese drei Schritte decken 95 % aller Fälle ab – die Genitivform „des Mittwochs“ ist die einzige verbleibende Ausnahme.
Bestätigte Fakten
- Mittwoch wird mit einem „t“ geschrieben (Duden (maßgebliches deutsches Wörterbuch)).
- Die Herkunft ist althochdeutsch „mittiwëcha“ (Wikipedia (freie Enzyklopädie)).
- Die adverbiale Form „mittwochs“ wird kleingeschrieben (BachelorPrint (Sprachratgeber)).
Was unklar ist
- Die genaue Datierung der Verdrängung von „Wodanstag“ durch „Mittwoch“ ist nicht exakt bekannt.
- In manchen Dialekten kann die Aussprache variieren – die Schreibung bleibt davon unberührt.
Stimmen aus der Sprachwelt
„Das Substantiv ‚Mittwoch‘ wird durch das angehängte ‚s‘ zu dem Adverb ‚mittwochs‘ und dann kleingeschrieben.“
– BachelorPrint, Sprachratgeber zur Groß- und Kleinschreibung
„Der Name Mittwoch ist eine Lehnübertragung aus kirchenlateinisch ‚media hebdomas‘ (halbe Woche).“
– Wikipedia, Artikel Mittwoch
„Mittwoch ist ein Substantiv, maskulin – der dritte Tag der mit Montag beginnenden Woche nach ISO 8601.“
– Duden, Eintrag Mittwoch
Drei Perspektiven, eine Kernaussage: Die deutsche Sonderstellung mit einem kalendarisch neutralen Namen ist sprachhistorisch gut dokumentiert und rechtschreiblich klar geregelt.
Wer den Mittwoch korrekt schreiben will, muss sich nur eine einzige Sache merken: ein „t“ im Stamm, nie zwei. Die Unterscheidung zwischen Nomen und Adverb ist mit der Ersatzprobe „jeden Mittwoch“ kinderleicht zu prüfen. Für alle, die beruflich viel auf Deutsch schreiben – Redakteure, Übersetzer, Studierende –, ist die richtige Schreibung des Mittwochs ein kleiner, aber wichtiger Baustein der Rechtschreibsicherheit. Wer sich die historische Herkunft aus dem Althochdeutschen vergegenwärtigt, hat eine Eselsbrücke, die nie trügt. Für Texter in Deutschland heißt die Konsequenz: ein „t“, nie zwei – oder der nächste Artikel wandert in die Korrekturschleife.
scribbr.de, de.wiktionary.org, duden.de, korrekturen.de, korrekturen.de
Häufig gestellte Fragen
Schreibt man „am Mittwoch“ groß oder klein?
Groß – weil „Mittwoch“ hier als Nomen nach der Präposition „am“ steht. Die Schreibung „am Mittwoch“ ist immer groß.
Heißt es „mittwochs“ oder „Mittwochs“ im Kalender?
Wenn Sie im Kalender eine regelmäßige Wiederholung markieren, schreiben Sie „mittwochs“ (klein). Nur wenn es als erstes Wort eines Eintrags steht, wird der erste Buchstabe groß – das ist dann aber die Satzanfangsregel, keine Nomenregel.
Wie kürzt man Mittwoch ab?
Die gebräuchliche Abkürzung ist „Mi.“ (mit Punkt) oder „MI“ (ohne Punkt, z. B. in Fahrplänen).
Ist Mittwoch ein Feiertag in Deutschland?
Nein, der Mittwoch ist grundsätzlich kein gesetzlicher Feiertag. Ausnahmen sind Feiertage wie Aschermittwoch oder Buß- und Bettag (in Sachsen), die auf einen Mittwoch fallen können.
Welcher Tag ist der Mittwoch in der ISO-Woche?
Nach ISO 8601 ist der Mittwoch der dritte Tag der Woche (Montag = 1). In jüdischer, christlicher und islamischer Zählung ist er der vierte Tag (Sonntag = 1).
Wie sagt man Mittwoch auf Spanisch?
Auf Spanisch heißt Mittwoch „miércoles“ – abgeleitet vom lateinischen „Dies Mercurii“ (Tag des Merkur).
Gibt es ein Sprichwort über den Mittwoch?
„Der Mittwoch ist der kleine Bruder des Freitags“ – ein scherzhafter Spruch, der auf die Vorfreude auf das Wochenende anspielt. Ernsthafter: „Am Mittwoch hat die Woche einen Berg überwunden“ – bildlich für den Höhepunkt der Arbeitswoche.