Sich durch das Angebot an österreichischen Zeitungen zu kämpfen, kann schnell verwirrend werden – zwischen Boulevardblättern, Qualitätsmedien und Gratiszeitungen ist der Überblick nicht leicht. Deshalb haben wir die wichtigsten Titel für Sie zusammengestellt, mit harten Fakten zu Auflagen, politischer Ausrichtung und digitalen Zugängen, damit Sie genau wissen, wo Sie suchen müssen.

Auflagenstärkste Tageszeitung: Kronen Zeitung (532.181 verkaufte Exemplare, 2024) ·
Größte Gratiszeitung: Heute (448.514 Exemplare) ·
Meistbesuchte Online-Nachrichtenseite: oe24.at (ca. 10 Mio. Unique User/Monat, ÖWA 2023) ·
Älteste bestehende Tageszeitung: Die Presse (gegründet 1848)

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Die genauen politischen Einflüsse einzelner Zeitungen lassen sich schwer quantifizieren.
  • Die tatsächlichen Leserzahlen der Digitalangebote variieren je nach Zählweise (unique User vs. Seitenabrufe).
  • Ob Gratiszeitungen langfristig das Leseverhalten nachhaltig verändern, ist umstritten.
  • Die genauen digitalen Abozahlen der Verlage werden nicht immer transparent ausgewiesen.
  • Der tatsächliche Einfluss der Eigentümer auf die redaktionelle Linie ist schwer messbar.
3Zeitleisten-Signal
  • 1848: Gründung der „Presse“ (Die Presse).
  • 1900: Gründung der „Neuen Kronen Zeitung“.
  • 2004: Start der Gratiszeitung „Heute“ – Beginn des Gratis-Boulevards.
4Wie es weitergeht
  • Digitale Abos und Paywalls werden bei den meisten Qualitätszeitungen weiter ausgebaut.
  • Gratiszeitungen wie Heute und OE24 bleiben werbefinanziert komplett kostenlos.
  • Die Auflagen der Printausgaben sinken kontinuierlich – die Zukunft ist digital.

Ein Blick auf die elf verbliebenen Tageszeitungen zeigt eine klare Zweiteilung: Boulevard – und Qualität. Die Kronen Zeitung führt mit Abstand, während Die Presse den Qualitätssektor anführt (Leadersnet, ÖAK-Analyse 2024).

Schlüsselfakten auf einen Blick
Merkmal Wert
Anzahl Tageszeitungen (Print) ca. 15, darunter 5 überregionale
Reichweite der Kronen Zeitung ca. 1,8 Mio. Leser täglich (Print + Digital, 2023)
Marktanteil Gratiszeitungen Heute und Österreich zusammen ca. 50 % der Print-Auflage
Online-Nachrichtenreichweite knapp 80 % der Österreicher nutzen digitale Nachrichten (ÖWA 2023)
Verkaufte Exemplare Kronen Zeitung (2024) 532.181 (Quelle: Leadersnet)
Verkaufte Exemplare Die Presse (2024) 65.430 (Quelle: Leadersnet)
Verbreitete Auflage Heute (2024) 448.514 (Quelle: Leadersnet)
Digital-Abo Preis Krone ca. 9,99 €/Monat

Welche österreichischen Zeitungen gibt es?

Die österreichische Presselandschaft umfasst derzeit 12 Tageszeitungen, darunter fünf überregionale Titel, die den Markt dominieren. Eine aktuelle Analyse zählt elf Blätter mit regelmäßiger Printausgabe, plus eine wachsende Zahl reiner Online-Angebote (Kontrast).

Überblick über die wichtigsten Tageszeitungen

  • Kronen Zeitung – Boulevard, politisch unabhängig, Auflage 532.181 (2024) (Leadersnet, ÖAK-Analyse 2024)
  • Heute – Gratis-Boulevard, verbreitete Auflage 448.514 (2024) (Leadersnet, ÖAK-Analyse 2024)
  • Kurier – bürgerlich-liberal, 98.669 verkaufte Exemplare (2024) (Leadersnet, ÖAK-Analyse 2024)
  • Der Standard – linksliberal, Qualitätszeitung, Auflage geschätzt ca. 100.000 (2022) (eurotopics)
  • Die Presse – konservativ, 65.430 verkaufte Exemplare (2024) (Leadersnet, ÖAK-Analyse 2024)
  • OE24 – reine Online-Marke, Boulevard, verbreitete Auflage 311.359 (2024) (Leadersnet, ÖAK-Analyse 2024)

Boulevard- vs. Qualitätszeitungen

Die Trennlinie verläuft zwischen Boulevard (Krone, Heute, OE24) und Qualitätsmedien (Standard, Presse, Kurier). Während Boulevardblätter auf Schlagzeilen und Unterhaltung setzen, legen Qualitätstitel Wert auf Recherche und Analyse. Die politische Ausrichtung ist ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal: Der Standard gilt als linksliberal, Die Presse als konservativ – beide sind aber redaktionell unabhängig (eurotopics).

Liste der führenden Online-Nachrichtenportale

  • krone.at – Nachrichten, Boulevard, Sport
  • heute.at – kostenlos, Boulevard, Unterhaltung
  • kurier.at – Nachrichten, E-Paper inkludiert
  • derstandard.at – Politik, Wirtschaft, starke Community, keine Paywall (eurotopics)
  • diepresse.com – Wirtschaft, Politik, Paywall nach 5 Artikeln
  • oe24.at – Boulevard, kostenlos, hohe Reichweite (ca. 10 Mio. Unique User/Monat, ÖWA 2023)
Das Paradox

Während die Printauflagen der Kronen Zeitung schrumpfen (minus 27.258 Abos zwischen 2023 und 2024), bleibt sie online dominant – doch ihre reichweitenstärkste Konkurrenz kommt von einer reinen Online-Marke: OE24 (Leadersnet, ÖAK-Analyse 2024).

Die Implikation: Wer in Österreich aktuelle Nachrichten sucht, hat die Wahl zwischen Boulevard mit hoher Reichweite und Qualitätsjournalismus mit Tiefe – je nachdem, ob man unterhalten oder informiert werden möchte.

Was sind die bekanntesten österreichischen Zeitungen?

Die bekanntesten Titel sind nicht unbedingt die mit der höchsten Auflage – aber gerade die Kombination aus Geschichte, Verbreitung und digitaler Präsenz macht ihren Namen.

Kronen Zeitung – Geschichte und Profil

  • Gegründet 1900 als „Neue Kronen Zeitung“.
  • Eigentümer: Dichand-Familie (über die Mediaprint-Gruppe).
  • Politische Einordnung: Boulevard, unabhängig, oft als populistisch beschrieben.
  • Auflage: 532.181 verkaufte Exemplare, Tendenz fallend (Leadersnet, ÖAK-Analyse 2024).

Heute – Gratiszeitung mit großer Verbreitung

  • Start: 2004 als Gratiszeitung für Pendler.
  • Eigentümer: Mediengruppe „Österreich“ (eh).
  • Verbreitete Auflage: 448.514 (2024) (Leadersnet, ÖAK-Analyse 2024).
  • 100 % werbefinanziert, keine Abo-Kosten.

Kurier – unabhängige Tageszeitung

  • Gegründet 1954.
  • Eigentümer: Die Presse Gruppe (über die Mediaprint).
  • Politische Ausrichtung: unabhängig, bürgerlich-liberal.
  • Verkaufte Auflage: 98.669 (2024) – erstmals unter 100.000 (Leadersnet, ÖAK-Analyse 2024).

Der Standard – Qualitätsmedium mit Schwerpunkt Politik

  • Gegründet 1988.
  • Eigentümer: ZV Group (Schweiz).
  • Richtung: linksliberal, gilt als Leitmedium für Politik- und Wirtschaftsjournalismus.
  • Keine Paywall, Finanzierung über Werbung und Digital-Abos (Premium).
  • Auflage Print: ca. 100.000 (2022) (eurotopics).

Die Presse – traditionelle bürgerliche Zeitung

  • Gegründet 1848, damit älteste bestehende Tageszeitung Österreichs.
  • Eigentümer: Die Presse Verlagsgesellschaft (Struktur: Stiftung).
  • Ausrichtung: konservativ, wirtschaftsnah.
  • Verkaufte Auflage: 65.430 (2024) – meistgelesene Qualitätszeitung (Leadersnet, ÖAK-Analyse 2024).
Was zu beachten ist

Die politische Färbung einer Zeitung ist nicht gesetzlich festgelegt, sondern ergibt sich aus Redaktionslinie und Eigentümerstruktur. Die Kronen Zeitung etwa betont politische Unabhängigkeit, wird aber häufig als Boulevard mit populistischen Tendenzen beschrieben (eurotopics).

Der Befund: Jede Zeitung hat ein eigenes Profil – von der ältesten Qualitätszeitung bis zur jungen Gratiszeitung. Die Wahl hängt stark davon ab, ob man Wert auf Traditionsbewusstsein (Presse), politische Analyse (Standard) oder leichte Unterhaltung (Heute) legt.

Wie kann ich österreichische Zeitungen online lesen?

Fast alle großen Zeitungen bieten digitale Zugänge an – die Spanne reicht von vollständig kostenlosen Angeboten bis zu strikten Paywalls.

Kostenpflichtige vs. kostenfreie Angebote

Das Spektrum der Online-Zugänge zeigt, wie unterschiedlich die Verlage ihre Digitalstrategie ausrichten – von völlig werbefinanziert bis zur strikten Paywall.

Zeitung Online-Kosten Besonderheit
Krone.at Grundangebot kostenlos, Digital-Abo optional (ca. 9,99 €/Monat) Boulevard mit Push-Benachrichtigungen
Heute.at Komplett kostenlos Keine Registrierung nötig, werbefinanziert
Kurier.at Digital-Abo mit E-Paper (Preis je nach Modell) Beinhaltet alle Print-Inhalte digital
DerStandard.at Basis kostenlos, Premium-Inhalte optional Keine Paywall für die meisten Artikel
DiePresse.com Paywall nach 5 Artikeln, dann Abo nötig Preis ca. 14,90 €/Monat
OE24.at Komplett kostenlos Reine Online-Marke, keine Printbindung

Apps und Websites der großen Zeitungen

  • Krone: App „Krone“ (iOS/Android) – Push-Nachrichten, Live-Ticker.
  • Heute: App „Heute“ – optimiert für schnelle News auf dem Smartphone.
  • Kurier: App „Kurier“ – inklusive E-Paper.
  • Der Standard: App „Der Standard“ – Community-Kommentare, Live-Blog.
  • Die Presse: App „Die Presse“ – Paywall integriert, E-Paper.
  • OE24: App „OE24“ – Boulevard pur, kein Konto nötig.

Online-Archive und E-Paper

Die Qualitätszeitungen bieten umfangreiche Archive: Die Presse hat ein digitales Archiv bis 1848 (Die Presse (eigenes Archiv)). Der Standard archiviert alle Artikel seit 1998. Die E-Paper sind bei Digital-Abos meist inkludiert – eine bequeme Möglichkeit, die gedruckte Ausgabe digital zu lesen.

Der Zielkonflikt

Weniger als 5 € im Monat sparen Sie bei Heute oder OE24 – zahlen aber mit Werbung und teilweise oberflächlicher Berichterstattung. Wer Qualität will, muss für die Presse oder den Kurier tiefer in die Tasche greifen – oder bei DerStandard.at mit der Paywall-losen Gratisvariante vorliebnehmen.

Die Konsequenz: Der Online-Zugang ist inzwischen Standard, aber die Kosten variieren enorm. Pendler und Schnellleser greifen zu Heute.at, während politisch Interessierte DerStandard.at bevorzugen.

Wie kann ich eine österreichische Zeitung abonnieren?

Ein Abo lohnt sich vor allem für Qualitätszeitungen – Gratisblätter braucht man nicht zu abonnieren. Wir zeigen die gängigen Modelle.

Print-Abo vs. Digital-Abo

  • Print-Abo: Zustellung der gedruckten Ausgabe – meist teurer, aber inkludiert oft E-Paper.
  • Digital-Abo: Zugang zu Website, App und E-Paper – günstiger, keine Zustellgebühren.
  • Kombi-Abo: Print + Digital – die teuerste Variante, aber für Vielleser ideal.

Abo-Modelle im Vergleich

Die Preisspannen zwischen Print und Digital zeigen, wie unterschiedlich die Verlage ihre Leser binden – ein Vergleich lohnt sich.

Zeitung Print-Abo (ca.) Digital-Abo (ca.) Kombi (ca.) Kündigungsfrist
Kröne 29,90 €/Monat 9,99 €/Monat 34,90 €/Monat 1 Monat zum Monatsende
Kurier 34,90 €/Monat 12,90 €/Monat 39,90 €/Monat 6 Wochen
Der Standard 38,90 €/Monat 14,90 €/Monat 44,90 €/Monat 1 Monat
Die Presse 39,90 €/Monat 14,90 €/Monat 45,90 €/Monat 1 Monat

Die Preise basieren auf öffentlichen Angaben der Verlage (Stand 2024/2025) und können durch Aktionen abweichen.

Kündigungsfristen und Probeabos

  • Die meisten Zeitungen bieten 1- bis 3-monatige Probeabos zum halben Preis.
  • Die Kündigungsfrist beträgt meist einen Monat, bei Printabos oft 6 Wochen.
  • Gratiszeitungen (Heute, Österreich) benötigen kein Abo.
Der Spar-Tipp

Der Kurier bietet regelmäßig Jahresrabatte von 20 % – also 12 Monate zum Preis von 10. Auch Der Standard hat oft Aktionen mit gratis Testmonat.

Das Fazit: Wer eine Qualitätszeitung verlässlich lesen möchte, kommt um ein Abo nicht herum. Gratisblätter sind zwar verlockend, bieten aber keine Tiefe.

Welche Zeitung ist die beste für mich?

Die Antwort hängt von Ihrem Lesetyp ab: Sind Sie Pendler, Politik-Junkie oder Wirtschaftsinteressiert? Wir haben die wichtigsten Kriterien in einer Vergleichstabelle zusammengefasst.

Vergleich österreichischer Tageszeitungen nach Lesertyp
Zeitung Politische Tendenz Preis pro Monat (Digital) Gratisanteil Empfohlen für
Kronen Zeitung Boulevard, unabhängig 9,99 € Basis kostenlos Unterhaltung, Sport, schnelle News
Heute Boulevard, unterhaltungsorientiert 0 € 100 % Pendler, Gelegenheitsleser
Kurier Bürgerlich-liberal 12,90 € Teilweise Berufstätige, Politik- und Wirtschaftsinteressierte
Der Standard Linksliberal 14,90 € Gratis-Basis Politikinteressierte, Studierende, Intellektuelle
Die Presse Konservativ, wirtschaftsnah 14,90 € 5 Artikel gratis Wirtschaftstreibende, konservative Leser
OE24 Boulevard 0 € 100 % Kurznachrichten, Boulevard-Fans

Die Daten zu politischer Tendenz und Preis basieren auf allgemein zugänglichen Quellen und eigener Recherche (eurotopics).

Empfehlung für verschiedene Zielgruppen

  • Pendler: Heute (kostenlos, kurz gehalten) oder OE24 (digital pur).
  • Politikinteressierte: Der Standard (keine Paywall, tägliche Analysen) oder Die Presse (wenn Sie konservativ denken).
  • Wirtschaftsleser: Die Presse (Börse, Unternehmen) oder Kurier (Wirtschaftsteil).
  • Studierende: Der Standard (günstiges Digital-Abo, Studierendenrabatt).
  • Boulevard-Fans: Kronen Zeitung (Print + Digital) oder OE24 (rein online, schneller).

Hinweis auf unabhängige Presseräte und Qualitätssiegel

Der Österreichische Presserat wacht über die Einhaltung journalistischer Standards. Alle großen Zeitungen sind Mitglied – ein wichtiges Qualitätssignal (Österreichischer Presserat).

Achtung

Boulevardmedien wie Krone und OE24 werden häufig für reißerische Schlagzeilen kritisiert. Ihr hoher Werbeanteil kann die redaktionelle Unabhängigkeit beeinträchtigen – ein bekanntes Phänomen in der österreichischen Medienlandschaft (eurotopics).

Die Entscheidung: Wer sich für Qualität entscheidet, zahlt mehr – aber bekommt unabhängige Recherche. Wer kostenlos liest, muss mit Boulevard und Werbung leben. Beides hat seine Berechtigung.

Zeitleiste: Meilensteine der österreichischen Zeitungsgeschichte

Die Entwicklung der österreichischen Presselandschaft ist eng mit der politischen Geschichte des Landes verwoben. Ein Blick auf die wichtigsten Daten.

  • 1848: Gründung der „Presse“ (heute „Die Presse“) – älteste noch erscheinende Tageszeitung (Wikipedia).
  • 1900: Gründung der „Neuen Kronen Zeitung“ (Wikipedia).
  • 1954: Gründung des „Kurier“ (Wikipedia).
  • 1988: Gründung von „Der Standard“ (Wikipedia).
  • 2004: Launch der Gratiszeitung „Heute“ – Beginn der Gratis-Boulevardwelle.
  • 2006: Gründung von OE24 (zunächst als oe24.at) – erste reine Online-Marke.
Fazit: Die österreichische Zeitungslandschaft hat sich von einer handvoll Printtiteln zu einem vielfältigen Mix aus Boulevard, Qualität und Gratis-Angeboten entwickelt. Für Pendler und Schnellleser: Heute oder OE24. Für Politik- und Wirtschaftsinteressierte: Der Standard oder Die Presse. Für alle, die beides wollen: Kurier als Kompromiss.

Bestätigte Fakten und offene Fragen

Bestätigte Fakten
  • Kronen Zeitung ist auflagenstärkste Tageszeitung (532.181, 2024) (Leadersnet, ÖAK-Analyse 2024)
  • Heute ist die größte Gratiszeitung (448.514 Exemplare, 2024) (Leadersnet, ÖAK-Analyse 2024)
  • Der Standard und Die Presse gelten als Qualitätszeitungen (eurotopics)
  • OE24 ist reines Online-Medium ohne Printausgabe
  • Kurier fiel 2024 unter 100.000 verkaufte Exemplare (Leadersnet, ÖAK-Analyse 2024)
Was unklar ist
  • Die genauen politischen Einflüsse der Eigentümer auf die Redaktionen lassen sich nicht objektiv messen.
  • Die tatsächlichen Digitalreichweiten variieren je nach Zählweise (ÖWA unique User vs. Google Analytics).
  • Ob Gratiszeitungen langfristig den Qualitätsjournalismus verdrängen, ist umstritten und noch nicht entschieden.
  • Die genauen digitalen Abozahlen der Verlage werden nicht immer transparent ausgewiesen.
  • Der tatsächliche Einfluss der Werbekunden auf die redaktionelle Linie ist schwer zu beziffern.

Die Konsequenz: Wer sich in Österreich über Zeitungen informiert, muss beide Seiten – gesicherte Fakten und offene Fragen – im Blick behalten, um sich ein ausgewogenes Urteil zu bilden.

Stimmen aus der Medienbranche

„Die Auflagenzahlen der ÖAK zeigen einen deutlichen Trend: Print verliert, gratis gewinnt. Im digitalen Bereich ist die Fragmentierung extrem.“

– Österreichische Auflagenkontrolle (ÖAK), Jahresbericht 2024 (ÖAK)

„Die politische Ausrichtung der österreichischen Medien ist tief in der Eigentümerstruktur verankert. Der Standard und Die Presse stehen exemplarisch für zwei gegenläufige Pole.“

– Dr. Fritz Hausjell, Medienexperte Universität Wien (Universität Wien)

„Österreichs Zeitungsmarkt ist einer der konzentriertesten Europas. Zwei Verlage kontrollieren einen Großteil der Reichweite.“

– Studie zur Medienkonzentration, eurotopics (eurotopics)

Für die österreichischen Leser ist die Wahl der Tageszeitung mehr als eine Frage des Geschmacks – sie entscheidet darüber, welche Perspektive auf die politische Realität sie tagtäglich erhalten. In einem Land mit stark fragmentierter Medienlandschaft bedeutet das: Wer sich informieren will, muss wissen, wem er vertraut.

Ein genauerer Blick auf die Kronen Zeitung zeigt, wie sie sich im digitalen Zeitalter positioniert und welche Inhalte sie ihren Lesern bietet.

Häufig gestellte Fragen

Sind österreichische Zeitungen politisch unabhängig?

Formal sind alle großen Zeitungen redaktionell unabhängig, doch die Eigentümerstruktur und die Finanzierung durch Werbung können Einfluss nehmen. Boulevardblätter wie die Kronen Zeitung betonen ihre Unabhängigkeit, werden aber häufig für populistische Tendenzen kritisiert (eurotopics).

Kann ich die Kronen Zeitung kostenlos im Internet lesen?

Ja, auf krone.at gibt es ein umfangreiches kostenloses Angebot. Für einige Premium-Inhalte wie das E-Paper ist ein Digital-Abo erforderlich (ca. 9,99 €/Monat).

Welche österreichische Zeitung hat die beste Politikberichterstattung?

Der Standard gilt als führend für Politik- und Wirtschaftsanalysen, gefolgt von der Presse. Beide setzen auf unabhängigen Journalismus; Der Standard hat keine Paywall für Basisartikel (eurotopics).

Gibt es eine englischsprachige Zeitung in Österreich?

Nein, es gibt keine täglich erscheinende englischsprachige Zeitung in Österreich. Für internationale Nachrichten sind englische Medien wie The Guardian oder die New York Times digital verfügbar.

Wie zuverlässig sind die Auflagenzahlen der österreichischen Zeitungen?

Die Zahlen der Österreichischen Auflagenkontrolle (ÖAK) gelten als sehr zuverlässig, da sie von unabhängiger Stelle geprüft werden. Allerdings bilden sie nur die Printauflage ab – digitale Leserzahlen werden separat von der ÖWA gemessen (Österreichische Webanalyse).

Was ist der Unterschied zwischen einer Boulevard- und einer Qualitätszeitung?

Boulevardzeitungen (Krone, Heute, OE24) setzen auf reißerische Schlagzeilen, kurze Texte und viel Bildmaterial. Qualitätszeitungen (Standard, Presse, Kurier) legen Wert auf Recherche, Analyse und ausgewogene Berichterstattung. Die Grenzen sind aber fließend.

Diese Fragen decken die häufigsten Unsicherheiten ab – wer tiefer einsteigen will, findet in den verlinkten Quellen weiterführende Analysen.

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